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Inhaltsverzeichnis (33)
Eine CCD-Kamera ist eine Digitalkamera mit CCD-Bildsensor. Wer heute „CCD-Kamera“ sagt, meint meist die Kompaktkameras im Taschenformat aus den 2000er-Jahren, die man im Deutschen oft einfach Digicam nennt. Seit rund zwei Jahren jagen junge Leute dem „CCD-Look“ hinterher: dunkle, warme, vom Blitz frontal angestrahlte, leicht weiche Bilder. Die technischen Belege, die ich finden konnte, deuten darauf hin, dass dieser Look vor allem aus dem Gesamtpaket dieser Kameras entsteht: kleine Sensoren, direkter Blitz, die damalige Farbabstimmung der Hersteller und niedrig aufgelöste JPEGs direkt aus der Kamera. Eine Magie im CCD-Chip selbst ist es nicht.
Dieser Artikel beantwortet fünf Fragen:
- Was ist der eigentliche Unterschied zwischen CCD und CMOS, was ist am „CCD-Look“ dran, und wie belastbar sind die Belege?
- Warum sind so viele neue Kameras, die als „CCD-Kamera“ verkauft werden, gar keine CCD-Kameras?
- Wie groß ist der Hype in China, den USA und Japan?
- Welche zehn beliebten Modelle haben wirklich einen CCD, und wie wählt man zwischen ihnen?
- Welche sechs Fallen gibt es beim Kauf einer gebrauchten CCD-Kamera am häufigsten, und wie prüft man jede davon?
Alle Preise und Zahlen in diesem Artikel sind an ihr Abfragedatum gebunden: Das chinesische Original wurde am 25. September 2026 recherchiert, die Modelldaten in Kapitel 6 und die Korrekturen wurden am 27. Oktober 2026 geprüft. Was ich nicht herausfinden konnte, steht gesondert am Ende.
Die ganze Geschichte der Kompaktkamera von 1977 bis 2026 mit den Auslieferungszahlen der CIPA steht in Was ist eine Kompaktkamera (auf Chinesisch). Wie sich Einwegkameras, Sofortbildkameras und Kompaktkameras unterscheiden, zeigt die Übersicht zur Serie (auf Chinesisch).
1. Was ist eine CCD-Kamera: ein Sensor, der zum Namen einer Ära wurde
Wie sich CCD und CMOS unterscheiden: ein gemeinsames Mikrofon oder eines auf jedem Tisch
Der Sensor einer Digitalkamera trägt Millionen bis zig Millionen winziger Zellen (Pixel), und jede wandelt das einfallende Licht in elektrische Ladung um. CCD und CMOS unterscheiden sich darin, wie diese Ladungen ausgelesen werden.
Ein CCD ist wie ein Klassenzimmer mit nur einem Mikrofon. Die Ladung jedes Einzelnen muss Reihe für Reihe nach vorn weitergereicht werden und sich am einzigen Ausgang anstellen, wo sie schließlich verstärkt und als Zahl ausgelesen wird.
Ein CMOS-Sensor ist, als hätte jeder Schüler ein eigenes Mikrofon auf dem Tisch. Jedes Pixel hat seinen eigenen Verstärker direkt daneben, sodass viele Zellen gleichzeitig ausgelesen werden können.
Dieser Unterschied entschied, wer gewann. CMOS liest schneller aus, erlaubt eine Live-Vorschau, braucht weniger Strom und wird weniger warm. Das Technikmagazin PetaPixel sieht die Kamerageneration von 2007, etwa die Nikon D3 und die Sony a700, als Wendepunkt, ab dem sich CMOS immer schneller durchsetzte. Laut einem Bericht von Xinhuanet aus dem Jahr 2024 war CMOS um 2010 zum Standard geworden. Derselbe Bericht nennt auch die Schwächen des CCD: Er lässt sich schwer groß oder hochauflösend bauen, rauscht bei wenig Licht stark und hat einen begrenzten Dynamikumfang.
Das ist das Bauteil, das der „CCD-Kamera“ ihren Namen gibt: ein CCD, den der Fotograf 2009 aus seiner eigenen alten 6-Megapixel-Digitalkamera ausgebaut und fotografiert hat. Über diese Fläche wandern die Ladungen Reihe für Reihe, also genau das oben beschriebene „Anstellen am einen Mikrofon“. Foto: Ahmed2IQ, gemeinfrei, Original.
„CCD-Kamera“ meint also eigentlich eine Ära
Nachdem CMOS bei Spiegelreflex- und hochwertigen Kameras gesiegt hatte, blieb der CCD vor allem in Kompaktkameras, bis das Smartphone diese Kategorie verschluckte. Laut dem japanischen Branchenverband Camera & Imaging Products Association (CIPA) erreichten die weltweiten Auslieferungen von Digitalkameras mit fest verbautem Objektiv 2008 ihren Höhepunkt mit 110,07 Millionen Stück pro Jahr. Im Tiefpunktjahr 2023 waren es nur noch 1,72 Millionen.
Die „CCD-Kameras“, von denen heute die Rede ist, sind die Kameras aus dieser Zeit, die inzwischen auf den Gebrauchtmarkt geflossen sind. Der Begriff bezeichnete ursprünglich ein Bauteil. Heute beschreibt er das Lebensgefühl einer Ära, und genau dort beginnt der nächste Punkt: Viele „CCD-Kameras“ haben gar keinen CCD.
2. Ist der „CCD-Look“ echt? Die Bilder sind anders, aber der Chip erklärt nicht alles
Was mit dem „CCD-Look“ gemeint ist
Beschreibungen von CCD-Bildern im Netz laufen meist auf drei Dinge hinaus:
- Farbe: Ein verbreiteter Eindruck sind tiefere Blautöne, genauere Rottöne und wärmere Mitteltöne (von PetaPixel gesammelte Nutzereindrücke).
- Helligkeit: Der Dynamikumfang des CCD liegt eher in den Schatten, Lichter lassen sich leichter halten und das Bild wirkt insgesamt dunkler, was „filmischer“ aussieht (PetaPixel; ein Artikel eines Gebrauchtkamerahändlers sagt dasselbe).
- Porträts: Von Xinhuanet befragte Personen sagten, CCD-Porträts seien weniger scharf als Handyfotos, Hautunreinheiten fielen deshalb weniger auf, wie ein eingebauter Beauty-Filter.
Derselbe PetaPixel-Artikel hält aber auch fest, dass CMOS-Fotos in mehreren Blindtests nach einer HSL-Anpassung (Farbton, Sättigung, Helligkeit) sehr nah an CCD-Fotos herankamen. Der Unterschied kommt überwiegend von der Farbverarbeitung des jeweiligen Herstellers, nicht vom Sensor selbst.
Die vier Quellen des „CCD-Looks“
Nimmt man diese Aussagen auseinander, hält folgende Erklärung am besten: Der „CCD-Look“ ist das ganze Rezept einer Kompaktkamera der 2000er-Jahre, und der CCD ist nur eine Zutat.
| Quelle | Damals | Im Bild |
|---|---|---|
| Kleiner Sensor |
meist 1/2,3 Zoll (z. B. Canon IXUS 130) |
mehr Rauschen bei wenig Licht, wenig Dynamik: Lichter und Schatten schwer zugleich zu halten |
| Direkter Blitz |
im Gehäuse, direkt neben dem Objektiv, frontal |
Motiv hell, Hintergrund dunkel; nachts flacher Blitzlook |
| Farb- abstimmung |
eigene Farben der JPEG-Engine jedes Herstellers |
tiefes Blau, genaues Rot, warme Mitten: „diese Farbe“ |
| JPEG mit wenig Auflösung |
etwa 5–14 MP, in der Kamera komprimiert, unbearbeitet |
weniger scharf, weniger Haut- details, „weicher“ als ein Handyfoto |
Die Kernaussage dieser Tabelle: Von den vier Quellen hängt nur die erste direkt mit dem Sensor zusammen, und entscheidend ist dabei, dass er klein ist, nicht ob er CCD oder CMOS ist. Die Farbabstimmung legte die Bildverarbeitung des Herstellers fest, den direkten Blitz die Gehäusekonstruktion und die niedrig aufgelösten JPEGs die Technik der Zeit. Nimmt man einen ebenso kleinen CMOS-Sensor, denselben direkten Blitz und verzichtet genauso auf Nachbearbeitung, kommt etwas sehr Ähnliches heraus. Genau deshalb verkaufen sich die „CMOS-CCD-Kameras“ aus dem nächsten Kapitel.
Wie belastbar sind die Belege?
Für die Aussage, dass der „CCD-Look“ vor allem aus dem Gesamtpaket kommt, lassen sich die Belege, die ich finden konnte, so einordnen:
- Technikmedien: Die Übersicht von PetaPixel aus dem Jahr 2021 zur Funktionsweise von CCD und CMOS samt Blindtests ist die wichtigste Grundlage dieses Artikels.
- Nachrichteninterviews: Aussagen von Händlern und Nutzern im Xinhuanet-Bericht vom Dezember 2024, also Erfahrungsberichte.
- Händlerartikel: Farbvergleiche zwischen CCD und CMOS von Gebrauchtkamerahändlern, die ein Verkaufsinteresse haben.
- Wissenschaftliche Studien: keine gefunden. Ich habe mit Suchanfragen wie „CCD vs CMOS color blind test study“ gesucht und keinen begutachteten Vergleich gefunden.
Mehr als „Technikmedien und Blindtests deuten darauf hin“ kann dieser Artikel also nicht sagen, nicht „wissenschaftlich bewiesen“. Umgekehrt haben aber auch diejenigen, die behaupten, der CCD-Chip selbst habe besondere Farben, keine stärkeren Belege.
3. Die Pointe: Viele neue „CCD-Kameras“ sind in Wahrheit CMOS
Seit „CCD-Kamera“ populär ist, wurde aus einem Bauteilnamen ein Stil-Etikett. Neue Kameras mit „CCD“ im Angebotstitel haben nicht unbedingt einen CCD. Die zwei häufigsten Beispiele:
- Die Kodak PixPro FZ55 hat einen 1/2,3-Zoll-CMOS-Sensor. Entwickelt und hergestellt wird sie von JK Imaging aus Gardena in Kalifornien, das seit 2013 eine Lizenz von Eastman Kodak hält; Kodak selbst baut diese Kamera nicht. Laut BCN, das Verkaufszahlen im japanischen Einzelhandel erhebt, war die FZ55 2025 die meistverkaufte Kompaktkamera-Serie in Japan (Platz 1), und Modelle der Marke Kodak belegten 4 der 10 ersten Plätze.
- Auch die Canon IXUS 285 HS A ist CMOS. Sie ist eine überarbeitete Version der IXUS 285 HS von 2016; das Original hatte bereits WLAN und NFC, die wichtigste Änderung der Neuauflage ist der Wechsel zu microSD-Karten.
Die Kodak PixPro AZ401 gehört zur selben PixPro-Reihe wie die FZ55, die JK Imaging unter Lizenz herstellt (das ist nicht die FZ55; ein frei lizenziertes Foto der FZ55 habe ich auf Commons nicht gefunden). Das Kodak-Logo auf dem Gehäuse ist eine lizenzierte Marke und bedeutet nicht, dass Kodak selbst noch Kameras baut. Foto: Greyfiveys, CC BY-SA 4.0, Original.
Die offiziellen Daten der FZ55 nennen einen 1/2,3-Zoll-CMOS-Sensor (Quelle: der Wikipedia-Eintrag „Kodak Pixpro“). Eine FZ55, die als „CCD-Kamera“ verkauft wird, ist laut ihrem eigenen Datenblatt also eine CMOS-Kamera.
Ob eine Kamera wirklich einen CCD hat, lässt sich einfach prüfen:
- Bei einer neuen Kamera die Zeile „Bildsensor“ im Datenblatt des Herstellers ansehen: Steht dort CCD oder CMOS?
- „CCD“ im Produkttitel oder Angebotstext zählt nicht. Das ist Werbesprache.
- Bei einer alten Gebrauchtkamera das Modell auf der Testseite DPReview nachschlagen; das Feld „Sensor type“ auf der Datenblattseite gibt Auskunft.
Wer CMOS kauft, hat nicht automatisch falsch gekauft. Folgt man der Argumentation aus Kapitel 2, kommt der Look, der einem gefällt, wahrscheinlich nicht vom Chip, und eine kleine CMOS-Kamera kann ihn ebenfalls liefern, neu und mit Garantie. Wer allerdings für das Wort „CCD“ draufgezahlt hat, sollte wissen, wofür.
4. Wie groß ist der Hype: drei Zahlenreihen aus China, den USA und Japan
China: der größte Wirbel auf den Plattformen
Der Xinhuanet-Bericht „CCD-Kameras wieder im Rampenlicht“ vom 4. Dezember 2024 enthält bisher die vollständigsten Zahlen:
- CCD-Themen auf Xiaohongshu (RedNote) kamen insgesamt auf 4,04 Milliarden Aufrufe und 1,65 Millionen Beiträge.
- CCD-Themen auf Douyin kamen insgesamt auf 8,02 Milliarden Wiedergaben.
- Auf der Gebrauchtplattform Xianyu wurden in den letzten 7 Tagen mehr als 3.000 Geräte zu je 135 bis 400 Yuan verkauft, und an einem einzigen Tag suchten mehr als 19.000 Menschen danach.
- Laut Daten von Chanmofang erzielten im ersten Halbjahr 2024 als „Retro“ vermarktete Kameraprodukte in der Kamerakategorie des Douyin-Onlinehandels einen Umsatz von mehr als 75 Millionen Yuan, ein Plus von 170 % gegenüber dem Vorjahr.
- In einem einzigen Elektronikkaufhaus im Shenzhener Viertel Huaqiangbei gab es Dutzende Stände für CCD-Kameras, dazu Läden, die sich auf Ankauf und Reparatur spezialisiert haben.
Zu Preissprüngen einzelner Modelle zitierte ETtoday im März 2026 die Leitung eines Verleih- und Verkaufsladens für CCD-Kameras in Wuhan: Eine bestimmte Canon kostete vor zwei Jahren etwa 1.000 Yuan, dann 3.000 und jetzt über 4.000 Yuan, und die Ladenleitung räumte selbst ein: „Da ist viel Spekulation dabei.“. Im Februar 2026 gab die United Daily News einen Bericht der Yangcheng Evening News wieder: Eine Canon, die sechs Jahre zuvor für 2.459 Yuan gekauft worden war, wird jetzt gebraucht für 4.048 Yuan verkauft.
Im chinesischsprachigen Netz kursiert außerdem die Behauptung, „das Handelsvolumen von CCD-Kameras sei 2025 gegenüber dem Vorjahr um 280 % gestiegen“. Sie stammt aus einem Nutzerbeitrag in der Konsumenten-Community SMZDM, die Herkunft der zugrunde liegenden Daten ist unklar, deshalb verwendet dieser Artikel sie nicht.
USA: TikTok und eBay
- Die New York Times berichtete am 7. Januar 2023 („The Hottest Gen Z Gadget Is a 20-Year-Old Digital Camera“), dass der Hashtag #digitalcamera auf TikTok damals 184 Millionen Aufrufe hatte. Im selben Artikel wird ein eBay-Sprecher zitiert, die Suchanfragen nach der Nikon Coolpix seien von 2021 auf 2022 um 90 % gestiegen (diese eBay-Aussage habe ich über ein spanischsprachiges Medium gelesen, das die Times zitiert, nicht im englischen Original). Die im chinesischsprachigen Netz oft genannte Zahl „220 Millionen“ stammt aus einem anderen Artikel: Fox News schrieb im Februar 2023, der Hashtag habe im Laufe etwa des vergangenen Jahres „mehr als 220 Millionen“ Aufrufe gehabt. Die beiden Zahlen messen Unterschiedliches und sollten nicht vermischt werden.
- Das US-Radio NPR brachte am 9. Dezember 2024 einen Beitrag über die Begeisterung der Generation Z für digitale Kompaktkameras.
- Die Canon PowerShot G7 X Mark III kam 2019 auf den Markt, wurde aber erst 2024 zum viralen Hit und war wegen eines Teilemangels zeitweise ausverkauft. Der Einführungspreis lag 2019 bei 749,99 US-Dollar, aktuell steht sie in den USA mit 879,99 US-Dollar in der Preisliste. Digital Camera World berichtete jedoch im August 2026, dass seriöse Gebrauchtkamerahändler in den USA sie weiterhin für 1.500 US-Dollar oder mehr verkauften, etwa das 1,7-Fache des aktuellen Neupreises.
- Reuters berichtete im Juni 2024, dass die Nachfrage nach Fujifilms X100-Serie, angetrieben vom TikTok-Publikum, das Angebot überstieg und die Imaging-Sparte (einschließlich Kameras) im Geschäftsjahr 2023 37 % des operativen Gewinns von Fujifilm ausmachte, nach 27 % im Vorjahr.
Japan: die einzigen Primärdaten darüber, wer kauft
Die Zahlen oben sind alle Aufmerksamkeitswerte oder Einzelfälle. Was die Frage „Kaufen wirklich junge Leute?“ tatsächlich beantworten kann, sind die CIPA-Daten zum Alter der Kamerakäufer in Japan:
---
config:
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---
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title "Käufer bis 29 Jahre (%)"
x-axis ["2005", "07", "09", "11", "13", "15", "17", "19", "21", "23", "25"]
y-axis 0 --> 20
line [15, 14, 14, 11, 8, 7, 7, 5, 11, 4, 17]
| Jahr | Käufer bis 29 |
|---|---|
| 2004 | 21 % |
| 2005, 2006 | 15 % |
| 2007 | 14 % |
| 2010 | 13 % |
| 2013 | 8 % |
| 2018 | 4 % |
| 2019 | 5 % |
| 2020 | 3 % |
| 2021 | 11 % |
| 2022 | 13 % |
| 2023 | 4 % |
| 2024 | 15 % |
| 2025 | 17 % |
Diagramm und Tabelle stammen aus der Spalte „fest verbautes Objektiv“ der CIPA-Erhebung unter Digitalkamerakäufern auf dem japanischen Markt: der Anteil der 29-Jährigen und Jüngeren unter den Käufern von Kompaktkameras in Japan. Damit das Diagramm auf dem Handy lesbar bleibt, zeigt es nur die ungeraden Jahre von 2005 bis 2025; die übrigen Jahre stehen in der Tabelle. Entscheidend ist eine Kurve, die erst fällt und dann wieder steigt. 2004, als Kompaktkameras gerade Massenware geworden waren, waren 21 % der Käufer 29 oder jünger, und von 2005 bis 2007 lag der Wert noch bei 14 % bis 15 %. Dann stiegen junge Leute aufs Fotografieren mit dem Handy um, und der Anteil fiel von 2018 bis 2020 bis auf 3 % bis 5 %. Ab 2021 stieg er wieder und lag 2025 erneut bei 17 %.
Die verbreitete Aussage, der Anteil sei „von 4 % auf 17 % gesprungen“, muss man deshalb auf zwei Ebenen lesen:
- Der Ausgangspunkt ist der Tiefpunkt: Die 4 % von 2018 stammen aus den Jahren, in denen junge Leute am seltensten Kompaktkameras kauften, und die 4 % von 2023 wirken eher wie ein ungewöhnlicher Ausreißer nach unten.
- Der Endpunkt ist kein Allzeithoch: 17 % im Jahr 2025 entsprechen wieder dem Niveau der mittleren bis späten 2000er-Jahre. Junge Käufer sind nach mehr als einem Jahrzehnt Abwesenheit zurückgekehrt.
In derselben Erhebung sank der Anteil der Käufer ab 60 Jahren von 48 % im Jahr 2023 auf 27 % im Jahr 2025 und ist damit immer noch größer als die Gruppe bis 29. Der Hype ist also nicht nur eine Mediengeschichte; die Käuferschaft wird tatsächlich jünger, aber nicht so extrem, dass eine völlig neue Käuferschaft entstanden wäre.
Zugleich sind die Gebrauchtpreise in Japan gestiegen. Im Juni 2026 gab das taiwanische Liberty Times 3C Zahlen japanischer Medien und Gebrauchtkamerahändler wieder: CCD-Kompaktkameras, die früher für etwa 5.000 bis 10.000 Yen verkauft wurden, gehen jetzt für 20.000 bis 40.000 Yen weg, also bis zum etwa 4-Fachen.
Die Gesamtauslieferungen ziehen mit. Laut CIPA erreichten die weltweiten Auslieferungen von Kompaktkameras mit fest verbautem Objektiv 2025 2,437 Millionen Stück, ein Plus von 29,6 % gegenüber dem Vorjahr. In Japan wurden 525.000 Kameras mit fest verbautem Objektiv ausgeliefert, mehr als die 471.000 Systemkameras mit Wechselobjektiv zusammen. Im Juli 2026 allein lagen die Auslieferungen 3,1 % unter dem Vorjahresmonat, im August waren es jedoch 245.000 Stück, ein Plus von 32,9 %, und Januar bis August kamen zusammen auf 1,694 Millionen Stück, ein Plus von 15,3 %. Stand August 2026 gibt es kein Anzeichen einer Abkühlung.
Promi-Modelle
Beliebte Modelle werden oft mit Prominenten verknüpft. Laut einer Übersicht von Liberty Times 3C vom Januar 2026 nutzt Lisa von BLACKPINK eine Sony Cyber-shot DSC-T77 und die chinesische Schauspielerin Shen Yue eine Canon IXUS 95 IS. Solche „wie beim Star“-Etiketten schlagen direkt auf die Angebotspreise im Gebrauchtmarkt durch; um welche Modelle es geht, zeigt die Modelltabelle in Kapitel 6.
5. Sechs Fallen beim Kauf einer gebrauchten CCD-Kamera und wie man jede prüft
- Die CCD-Defekte, die Sony 2005 und 2006 bekannt gab, sind der bekannteste Mangel. Der Klebstoff, mit dem der CCD verkapselt ist, zersetzt sich bei Feuchtigkeit; die Symptome sind ein verzerrtes oder komplett schwarzes Bild im Sucher oder auf dem Display oder eine Kamera, die gar nicht mehr auslöst. Sony ging in zwei Runden vor, beide Male mit verlängerter kostenloser Reparatur, nicht mit einem Rückruf. Im Oktober 2005 gab Sony die erste Gruppe bekannt, vor allem Modelle der Serien DSC-P und DSC-U sowie die DSC-V1, hergestellt zwischen Oktober 2002 und März 2004. Weil Sony seine CCDs auch an andere Hersteller verkaufte, betraf diese Runde möglicherweise mehr als 100 Kameramodelle, und auch Canon, Konica Minolta, Nikon und Fujifilm kündigten an, fehlerhafte CCDs auszutauschen. Im November 2006 kamen bei Sony 8 weitere Modelle hinzu: DSC-T1, T11, T3, T33, U40, U50, F88 und M1 (verkauft zwischen September 2003 und Januar 2005), mit dem Hinweis, dass das Problem vor allem in heißen, feuchten Regionen auftrat. Alle diese verlängerten Gratisreparaturen sind beendet: Für die Gruppe von 2005 lief sie in Japan bis Ende November 2009, für die 8 im Jahr 2006 ergänzten Modelle bis Ende November 2010, für T3 und T33 bis Ende Mai 2011. Wer heute eines dieser Modelle kauft und es geht kaputt, zahlt die Reparatur selbst. So prüft man es: Zuerst das Modell mit den damaligen Hinweisen der Hersteller abgleichen. Beim Treffen mit dem Verkäufer ein paar Aufnahmen bei hellem Licht und im Dunkeln machen, dann hineinzoomen und auf Verzerrungen, Farbflecken oder ein schwarzes Bild prüfen. Vom Verkäufer aktuelle Beispielfotos verlangen, keine Bilder aus dem Internet.
Sonys eigener Hinweis macht zwei Dinge klar: Diese 8 Modelle wurden im November 2006 „ergänzt“, nach einer ersten Gruppe im Oktober 2005; und die kostenlose Reparatur hatte Fristen, Ende Mai 2011 für T3 und T33 und Ende November 2010 für die übrigen. Screenshot aus einer Kopie des Hinweises von Sony Asia im Internet Archive (archiviert am 20. Mai 2024, aufgenommen am 25. September 2026; die Originalseite blockiert den direkten Zugriff; gezeigt sind nur Datum, Update-Hinweis, Hinweistext und betroffene Modelle, der Entschuldigungsteil ist weggelassen), Archiv, Originalseite
Die Sony Cyber-shot DSC-T33, eines der 8 Modelle, die Sony im November 2006 auf die Liste der verlängerten kostenlosen CCD-Reparatur setzte; für diese Gruppe (T3, T33) endete die Gratisreparatur Ende Mai 2011. Wer eine T1, T3, T11, T33, F88, M1, U40 oder U50 sieht, fragt zuerst den Verkäufer, ob der CCD getauscht wurde, und testet dann wie oben beschrieben. Foto: DavidIvar, CC BY-SA 4.0, Original.
-
Die meisten Originalakkus sind nicht mehr erhältlich, es gibt nur noch Nachbauten. Alte Digitalkameras nutzen modellspezifische Lithium-Akkus, die Originalhersteller haben die Produktion längst eingestellt, und in der Praxis bekommt man nur noch Akkus von Drittanbietern. Alte Akkus können zudem gealtert oder aufgebläht sein. So prüft man es: Vor dem Kauf das Akkumodell der Kamera nachschlagen und sicherstellen, dass es Nachbau-Akkus und Ladegeräte gibt. Das Akkufach öffnen und prüfen, ob der Originalakku gewölbt ist; einen aufgeblähten Akku nicht mehr laden.
-
Eine Lücke bei den Speicherkartenformaten kann bedeuten, dass man eine Kamera hat, aber keine Karte dafür. Fujifilm und Olympus führten die xD-Picture Card im Juli 2002 ein und wechselten beide 2009 zu SD; ab 2010 nutzten alle neuen Olympus-Kameras SD oder CF. Fujifilms letzte Kamera mit xD-Steckplatz war die F200EXR von 2009 (die auch SD nimmt). Alle frühen Sony Cyber-shots nahmen nur Sonys eigenen Memory Stick, erst ab etwa 2010 akzeptierten sie Memory Stick und SD; die DSC-T77 und die DSC-W150 etwa nehmen nur Memory Stick Duo. xD-Karten sind heute meist Restbestände. So prüft man es: Die Abdeckung des Kartenfachs öffnen und nachsehen, welcher Typ hineingehört. Fragen, ob der Verkäufer eine Karte dazugibt, und wenn ja, damit vor Ort Probeaufnahmen machen. Außerdem sicherstellen, dass das eigene Kartenlesegerät oder der Computer diesen Kartentyp lesen kann.
Die Fujifilm FinePix F200EXR, ein Modell von 2009 und Fujifilms letzte Kamera mit xD-Steckplatz (sie nimmt auch SD-Karten), hat einen Super-CCD-EXR-Sensor; der Werksaufkleber auf dem Gehäuse bewirbt sie ganz offen als „eine neue Dimension des CCD“. Foto: 663highland, CC BY 2.5, Original.
Links der Memory Stick PRO Duo aus Sony-Kameras, in der Mitte und rechts die xD-Picture Card aus Kameras von Fujifilm und Olympus (die rechte ist umgedreht). Beide sind kleiner als die heute übliche SD-Karte, und keine passt in einen SD-Steckplatz. Foto: Bela, CC BY-SA 3.0, Original.
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Die Objektivmechanik ist die mechanische Schwachstelle von Taschenkameras. Das Objektiv einer Kompaktkamera fährt beim Einschalten aus und beim Ausschalten ein; fallen Motor und Getriebe aus, zeigt die Kamera einen Objektivfehler an und startet nicht. Quantitative Daten zur Ausfallrate habe ich dazu nicht gefunden, deshalb kann ich es nur als bekanntes Risiko aufführen. So prüft man es: Vor Ort die Kamera mindestens fünfmal ein- und ausschalten und ein paarmal hinein- und herauszoomen. Auf Haken oder ungewöhnliche Geräusche hören und auf dem Display auf eine Objektiv-Fehlermeldung achten.
-
Blitzkondensatoren altern. Ein großer Teil des „CCD-Looks“ kommt vom direkten Blitz, ein defekter Blitz nimmt also den halben Kaufgrund weg. Der Kaufratgeber eines Gebrauchtkamerahändlers nennt ausgefallene Blitzkondensatoren als häufiges Problem; derselbe Ratgeber erwähnt auch dunkle Schatten auf dem Display und alternde Akkus. So prüft man es: Den Blitz einschalten und fünf oder sechs Aufnahmen hintereinander machen. Sicherstellen, dass jedes Mal ausgelöst wird und die Ladezeit nicht länger wird, und dabei das Display auf dunkle Schatten oder tote Pixel prüfen.
-
Als CCD-Kamera getarnte Dashcams sind ein realer Betrug. Der Xinhuanet-Bericht von 2024 erwähnte Verkäufer in China, die Dashcams zu „CCD-Kameras“ umbauen. Ein Bericht von udn aus dem Jahr 2022 schilderte außerdem einen Käufer, der 220 Yuan für eine umgebaute Dashcam bezahlt hatte. Ware aus China lässt sich auch über grenzüberschreitenden Onlinehandel kaufen. So prüft man es: Zuerst sicherstellen, dass Marke und Modell auf dem Gehäuse auf der Herstellerseite oder bei DPReview zu finden sind. Liegt der Preis deutlich unter dem üblichen Preis für dieses Modell, fehlen Marke oder Modellname oder liefert der Verkäufer nur Bilder aus dem Internet, nicht kaufen.
Es gibt außerdem den Kaufratgeber eines Gebrauchtkamerahändlers, der behauptet, beim Kauf von Privatverkäufern liege die Wahrscheinlichkeit, „ein mangelhaftes Gerät zu erwischen, bei 50 % oder mehr“; woher diese Zahl kommt, sagt er nicht, deshalb verwendet dieser Artikel sie nicht.
6. Wie man ein beliebtes CCD-Modell auswählt: Daten und Fallstricke von zehn echten CCD-Kameras
Listen der „besten CCD-Kameras“ im Netz mischen oft CMOS-Modelle unter. Bei jeder der zehn Kameras unten wurde der CCD-Sensor über die Datenseite des Herstellers, das Canon Camera Museum oder die Datenseite einer Testseite bestätigt. Einige sind Modelle, die im Hype genannt werden, andere ältere Kameras mit bemerkenswerten Daten. Gebrauchtpreise schwanken je nach Region und Zustand stark, deshalb nennt dieser Artikel keine.
| Modell (Jahr) | Sensor | Karte / Akku |
|---|---|---|
| Canon IXUS 130 (2010) USA: PowerShot SD1400 IS |
1/2,3 Zoll CCD 14,1 MP |
SD NB-4L |
| Canon IXUS 95 IS (2009) USA: PowerShot SD1200 IS |
1/2,3 Zoll CCD 10 MP |
SD (kein SDXC) NB-6L |
| Canon PowerShot A620 (2005) |
1/1,8 Zoll CCD 7,1 MP |
SD 4 × AA |
| Canon PowerShot G10 (2008) |
1/1,7 Zoll CCD 14,7 MP |
SD NB-7L |
| Sony DSC-T77 (2008) |
1/2,3 Zoll CCD 10,1 MP |
Memory Stick Duo NP-BD1 |
| Sony DSC-W830 (2014) |
1/2,3 Zoll CCD 20,1 MP |
SD oder Memory Stick NP-BN |
| Nikon Coolpix S3500 (2013) |
1/2,3 Zoll CCD 20,05 MP |
SD EN-EL19 |
| Fujifilm F200EXR (2009) |
1/1,6 Zoll Super CCD EXR 12 MP |
xD oder SD NP-50 |
| Fujifilm F31fd (2006) |
1/1,7 Zoll Super CCD HR 6,3 MP |
nur xD NP-95 |
| Olympus µ 770 SW (2007) USA: Stylus 770 SW |
1/2,33 Zoll CCD 7,1 MP |
nur xD LI-42B |
Die nützlichste Spalte ist die Speicherkarte. Sieben der zehn nehmen SD-Karten, den heute gängigsten Typ (die F200EXR nimmt beide), man kann also die vorhandene Karte einlegen und loslegen. F31fd und µ 770 SW nehmen nur xD-Karten, die T77 nur Memory Stick; dafür muss man Karten und Lesegerät extra besorgen. Keine dieser zehn steht auf Sonys CCD-Defektlisten von 2005 oder 2006 (die Listen stehen in Kapitel 5, Punkt 1).
Das Wichtigste zu jedem Modell
- Canon IXUS 130: heißt in den USA PowerShot SD1400 IS und in Japan IXY Digital 400F. Eines der im Hype am häufigsten genannten Modelle.
Die Canon PowerShot SD1400 IS, in Europa als IXUS 130 verkauft (in Japan IXY Digital 400F), ist ein Modell von 2010 mit 1/2,3-Zoll-CCD und 14,1 Megapixeln und eines der im Hype am häufigsten genannten Modelle. Das Foto entstand im Dezember 2010. Foto: Joe Ravi, CC BY-SA 3.0, Original.
- Canon IXUS 95 IS: heißt in den USA PowerShot SD1200 IS und in Japan IXY Digital 110 IS; dasselbe Modell, das die chinesische Schauspielerin Shen Yue nutzt. Sie nimmt nur SD und SDHC, neuere SDXC-Karten mit hoher Kapazität funktionieren also nicht; Karten mit höchstens 32 GB kaufen.
- Canon PowerShot A620: läuft mit AA-Batterien und ist die einzige Kamera in der Tabelle, die keinen modellspezifischen Lithium-Akku braucht, womit das Problem auslaufender Akkus ganz entfällt. Der Preis dafür ist ein Gehäuse, das dicker ist als bei einer Taschenkamera.
- Canon PowerShot G10: ein hochwertiges Modell mit 1/1,7-Zoll-Sensor, größer als der 1/2,3-Zoll-Sensor einer typischen Taschenkamera, daher etwas weniger Rauschen bei dunklen Motiven. Auch die Vorgängerin G9 (2007) hat einen CCD; ihr Akku ist der NB-2LH.
- Sony DSC-T77: dasselbe Modell, das Lisa von BLACKPINK nutzt. Sie nimmt nur Karten der Memory-Stick-Duo-Familie, und das ist die größte Hürde beim Kauf.
Die DSC-T77, die als Lisas Kamera genannt wird, hat auf der japanischen Website von Sony noch eine Produktseite. Sie ist als „生産完了“ (Produktion eingestellt) markiert, und als erstes Merkmal steht dort „有効 1010 万画素 CCD“ (ein CCD mit effektiv 10,1 Megapixeln). Screenshot der Produktseite der DSC-T77 bei Sony Japan (aufgenommen am 25. September 2026; gezeigt sind nur Modellname, Hinweis auf die eingestellte Produktion und die CCD-Zeile), Originalseite
- Sony DSC-W830: 2014 erschienen, fünf oder sechs Jahre nach den meisten beliebten Modellen, und damit eine der letzten CCD-Kompaktkameras. Sie nimmt sowohl SD-Karten als auch Memory Sticks.
- Nikon Coolpix S3500: dasselbe Modell, das Jennie von BLACKPINK nutzt (so von Modemedien anhand ihrer Instagram-Fotos berichtet). Ein Modell von 2013, das SD-Karten nimmt.
- Fujifilm F200EXR: hat Fujifilms eigenen Super-CCD-EXR-Sensor mit 1/1,6 Zoll, für eine Kompaktkamera eher groß. Funktioniert mit xD und SD.
- Fujifilm F31fd: Fujifilm Super CCD HR, ein 1/1,7-Zoll-Sensor, und die älteste Kamera in der Tabelle. Sie nimmt nur xD-Karten, die heute meist Restbestände sind.
- Olympus µ 770 SW: heißt in den USA Stylus 770 SW (in Japan μ770 SW) und ist um ein wasserdichtes, stoßfestes Gehäuse herum gebaut. Sie nimmt nur xD-Karten.
Super CCD ist Fujifilms eigene CCD-Bauweise. Die Pixelanordnung unterscheidet sich von einem Standard-CCD, ausgelesen wird aber weiterhin nach CCD-Art, also „angestellt am selben Ausgang“.
Sieht danach aus, ist aber kein CCD
Dieselbe Serie heißt nicht derselbe Sensor. Die Canon IXUS 220 HS (2011) kam nur ein Jahr nach der IXUS 130 heraus, sieht ihr sehr ähnlich und nutzt sogar denselben Akku NB-4L, hat aber einen rückwärtig belichteten CMOS-Sensor. Das „HS“ im Namen steht für Canons HS System, eine Kombination aus hochempfindlichem CMOS-Sensor und Bildprozessor. Beim Gebrauchtkauf jede IXUS oder PowerShot mit „HS“ im Namen als CMOS behandeln und dann im Datenblatt nachprüfen.
So wählt man aus dieser Tabelle
- Für möglichst wenig Ärger: ein Modell, das SD-Karten nimmt und für das es noch Akkus von Drittanbietern gibt, etwa IXUS 130, IXUS 95 IS, S3500 oder W830. Bei der A620 muss man nicht einmal nach Akkus suchen.
- Für etwas bessere Bildqualität: eines mit 1/1,7-Zoll-Sensor oder größer, etwa G10, F200EXR oder F31fd, die im Dunkeln meist besser abschneiden als Modelle mit 1/2,3 Zoll. Bei der F31fd muss man aber zuerst das xD-Kartenproblem lösen.
- Für ein Promi-Modell: T77, S3500 und IXUS 95 IS kommen alle infrage, aber das „wie beim Star“-Etikett steckt im Angebotspreis, ein Teil des Geldes bezahlt also den Hype. In den Gebrauchtangeboten, die ich durchgesehen habe, lagen die Angebotspreise alter CCD-Kameras um das Zehnfache oder mehr auseinander, und das hing eher davon ab, ob ein Modell namentlich genannt wurde, als von den technischen Daten.
- Egal welches: Sobald man die Kamera in der Hand hat, die sechs Fallen aus Kapitel 5 einzeln durchgehen.
7. Wer eine gebrauchte CCD-Kamera kaufen sollte, wer lieber neu kauft und wem das Handy reicht
Für wen sich eine gebrauchte CCD-Kamera lohnt
Wer das Gerät selbst will, das Gefühl einer Ära in der Hand, den Gesamtlook des direkten Blitzes, etwas zum Spielen wie ein Spielzeug, für den ist eine gebrauchte CCD-Kamera die direkteste Wahl, denn nur die Kameras jener Zeit haben das ganze Rezept noch vollständig.
Der Preis dafür: akzeptieren, dass sie kaputtgehen kann und sich die Reparatur dann oft nicht lohnt. Vernünftig ist es, das Budget im unteren bis mittleren Preisbereich zu halten, Verkäufer zu bevorzugen, die eine kurze Garantie geben, und die Kamera nach Erhalt Punkt für Punkt anhand von Kapitel 5 zu prüfen. Wer für ein gehyptes, viel genanntes Modell den Höchstpreis zahlt, bezahlt größtenteils den Hype, nicht die Bildqualität.
Für wen eine neue Kompaktkamera besser ist
Wer die Kamera täglich dabeihaben will, Garantie braucht und sich nicht mit auslaufenden Akkus und Speicherkartenlücken herumschlagen möchte, hat mit einer neuen Kamera weniger Aufwand. Einsteigermodelle wie FZ55 und IXUS 285 HS A sind CMOS, können aber nach der Argumentation aus Kapitel 2 denselben Look aus kleinem Sensor, direktem Blitz und unbearbeiteten Kamera-JPEGs liefern, kosten weniger und kommen mit Garantie.
Canon G7 X Mark III, Fujifilm X100VI und Ricoh GR IV spielen in einer anderen Klasse: Ihre Bildqualität ist deutlich besser, aber in den USA wurde eine gebrauchte G7 X Mark III für etwa das 1,7-Fache des Neupreises verkauft. Wer den „CCD-Look“ will, gibt in dieser Klasse sein Geld nicht besonders sinnvoll aus. Wer eine gute Kamera für jeden Tag möchte, für den lohnt sich diese Klasse; dann aber besser auf offizielle Nachlieferungen warten, statt den Aufpreis zu zahlen.
Wem Handyfilter genügen
Wer nur diesen Farbton auf Instagram will, kommt wahrscheinlich mit Farbanpassung oder einem Filter auf dem Handy aus. Die von PetaPixel zusammengetragenen Blindtests zeigen, dass sich die Farbseite per HSL-Anpassung angleichen lässt. Direkter Blitz und die niedrig aufgelöste Bildanmutung sind schwerer nachzuahmen, aber auch das Handy hat einen Blitz, also ausprobieren. Erst einen Monat lang mit dem Handy herausfinden, ob es einem um das Gerät oder um die Farbe geht, und dann entscheiden, ob man Geld ausgibt.
Fazit
- Eine CCD-Kamera ist eine Digitalkamera mit CCD-Bildsensor; wer heute „CCD-Kamera“ sagt, meint meist eine Kompaktkamera aus den 2000er-Jahren.
- Beim CCD stellen sich die Ladungen an und werden über einen einzigen Ausgang ausgelesen, während jede CMOS-Zelle ihren eigenen Verstärker hat; weil CMOS schnell ist, weniger Strom braucht und weniger warm wird, setzte es sich um 2010 durch.
- Der „CCD-Look“ kommt eher aus dem Gesamtpaket: kleine Sensoren, direkter Blitz, die Farbabstimmung jener Zeit und niedrig aufgelöste JPEGs direkt aus der Kamera. Die Belege stammen aus Technikmedien und Blindtests; wissenschaftliche Studien habe ich keine gefunden.
- Viele neue Kameras, die als „CCD-Kamera“ verkauft werden, sind eigentlich CMOS, darunter Kodak PixPro FZ55 und Canon IXUS 285 HS A; maßgeblich ist die Sensorzeile im Datenblatt.
- Hinter dem Hype stehen Zahlen: 4,04 Milliarden Aufrufe auf Xiaohongshu und 8,02 Milliarden Wiedergaben auf Douyin in China; in Japan stieg der Anteil der Käufer bis 29 Jahre von 4 % im Jahr 2018 wieder auf 17 % im Jahr 2025, zurück auf das Niveau der mittleren bis späten 2000er-Jahre (2004 waren es 21 %); gebrauchte CCD-Kameras kosten in Japan inzwischen 20.000 bis 40.000 Yen.
- Die sechs häufigsten Fallen beim Gebrauchtkauf sind die von Sony 2005 und 2006 bekannt gegebenen CCD-Defekte, auslaufende Akkus, Speicherkartenlücken, die Objektivmechanik, Blitzkondensatoren und getarnte Dashcams, und jede lässt sich vor Ort prüfen.
- Von den zehn geprüften beliebten CCD-Modellen sind die sieben mit SD-Karte am einfachsten für den Einstieg; F31fd und µ 770 SW nehmen nur xD-Karten, die T77 nur Memory Stick; Canon-Modelle mit „HS“ im Namen sind meist CMOS.
Weiterlesen
- Was ist eine Kompaktkamera: 1977 bis 2026 (auf Chinesisch): die ganze Geschichte der Kompaktkamera und die CIPA-Auslieferungszahlen, einschließlich des Höhepunkts der digitalen Kompaktkameras 2008.
- Einwegkamera, Sofortbildkamera und Kompaktkamera: Was ist der Unterschied (auf Chinesisch): Übersicht über die Serie zu drei Arten „einfacher Kameras“.
Anhang 1: Was ich nicht herausfinden konnte
Diesen Fragen bin ich nachgegangen, habe aber keine verlässlichen Antworten gefunden; dieser Artikel behandelt sie deshalb nicht und füllt die Lücken auch nicht mit Schätzungen:
- Begutachtete Studien zu Farbunterschieden zwischen CCD und CMOS.
- Quantitative Daten zu Ausfallraten der Objektivmechanik oder zu Gesamtausfallraten gebrauchter Digitalkameras.
- Die ursprüngliche Datenquelle für die chinesische Angabe „CCD-Handelsvolumen 2025 um 280 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen“ (nur in einem Nutzerbeitrag gesehen).
- Die Quelle der Behauptung, beim Kauf von Privatverkäufern liege die Wahrscheinlichkeit, „ein mangelhaftes Gerät zu erwischen, bei 50 % oder mehr“ (nur als Händlerbehauptung gesehen).
- Den vollständigen englischen Text des New-York-Times-Berichts vom Januar 2023 (hinter einer Bezahlschranke); ich habe ihn über einen lizenzierten Nachdruck und Sekundärzitate gelesen. Beim NPR-Beitrag habe ich nur bestätigt, dass er existiert.
Anhang 2: Quellen
- PetaPixel, „What is a CCD or CMOS sensor“, zu Funktionsweise von CCD und CMOS, Blindtests und Farbbehauptungen: https://petapixel.com/what-is-ccd-cmos-sensor/ (04.08.2021)
- Xinhuanet, „CCD-Kameras wieder im Rampenlicht“ (nachgedruckt vom Wirtschaftskanal von CCTV), zu Xiaohongshu, Douyin, Xianyu, Chanmofang, Huaqiangbei und getarnten Dashcams: https://jingji.cctv.com/2024/12/04/ARTIk3BVOAtQpkbF8sWUrkv0241204.shtml (04.12.2024)
- Artikel eines Gebrauchtkamerahändlers, Farbvergleich CCD vs. CMOS (Händler mit Verkaufsinteresse): https://dutchthrift.com/blogs/blogs/ccd-colors-vs-cmos-the-science-behind-camera-sensors (abgerufen am 25.09.2026)
- CIPA, historische Digitalkamera-Statistik (Auslieferungen mit fest verbautem Objektiv, Höhepunkt 2008 und Tiefpunkt 2023): https://www.cipa.jp/stats/documents/common/cr300.pdf (abgerufen am 25.09.2026)
- CIPA, Jahresbericht 2025 (2,437 Millionen ausgelieferte Kameras mit fest verbautem Objektiv; Japan Inland, fest verbautes Objektiv vs. Wechselobjektiv): https://www.cipa.jp/stats/documents/e/d-2025_e.pdf (veröffentlicht Anfang 2026)
- CIPA, Statistik Juli 2026 (Summe Januar bis Juli und Juli allein): https://www.cipa.jp/stats/documents/e/d-202607_e.pdf (veröffentlicht am 01.09.2026)
- CIPA, Statistik August 2026 (August allein und Summe Januar bis August): https://www.cipa.jp/stats/documents/e/d-202608_e.pdf (abgerufen am 27.10.2026)
- CIPA, Merkmale der Digitalkamerakäufer auf dem japanischen Markt (Altersverteilung): https://www.cipa.jp/stats/documents/common/cr800.pdf (abgerufen am 25.09.2026)
- Wikipedia, „Kodak Pixpro“, zum Sensor der FZ55 und zur Lizenz von JK Imaging: https://en.wikipedia.org/wiki/Kodak_Pixpro (abgerufen am 25.09.2026)
- BCN, Ranking der Kompaktkamera-Serien 2025 (nachgedruckt von Excite): https://www.excite.co.jp/news/article/BcnRetail_588749/ (12.01.2026)
- Canon Europe, Daten der ursprünglichen IXUS 285 HS (WLAN und NFC bereits enthalten): https://www.canon-europe.com/cameras/ixus-285-hs/specifications/ (abgerufen am 27.10.2026)
- Liberty Times 3C, Übersicht zu Y2K-Retrokameras und den Modellen von Prominenten: https://3c.ltn.com.tw/news/64430 (02.01.2026)
- Liberty Times 3C, gebrauchte CCD-Kompaktkameras in Japan bis zum 4-Fachen teurer: https://3c.ltn.com.tw/news/66347 (07.06.2026)
- ETtoday, Preise in einem Verleih- und Verkaufsladen für CCD-Kameras in Wuhan: https://www.ettoday.net/news/20260304/3126783.htm (04.03.2026)
- United Daily News nach Yangcheng Evening News, Preisanstieg einer Gebrauchtkamera in China: https://udn.com/news/story/7333/9343559 (25.02.2026)
- udn Tech, Chinas CCD-Kamera-Hype und ein Fall mit umgebauter Dashcam: https://tech.udn.com/tech/story/123152/6713215 (25.10.2022)
- SMZDM-Nutzerbeitrag (Quelle unklar; dieser Artikel verwendet die Zahlen nicht): https://post.smzdm.com/p/a950z9qp/ (13.09.2026)
- The New York Times, „The Hottest Gen Z Gadget Is a 20-Year-Old Digital Camera“ (Kalley Huang): https://www.nytimes.com/2023/01/07/technology/digital-cameras-olympus-canon.html (07.01.2023; Bezahlschranke, Volltext nicht gelesen)
- DT Next, Nachdruck desselben New-York-Times-Artikels, 184 Millionen Aufrufe für #digitalcamera auf TikTok: https://www.dtnext.in/edit/2023/01/10/the-hottest-gen-z-gadget-a-20-year-old-digital-camera (10.01.2023)
- Primicias unter Berufung auf die New York Times, eBay-Sprecher zu 90 % mehr Suchanfragen nach der Nikon Coolpix: https://primicias.ec/noticias/tecnologia/nostalgia-resucita-camaras-digitales (abgerufen am 27.10.2026)
- Fox News, mehr als 220 Millionen Aufrufe für #digitalcamera in etwa einem Jahr (anders gemessen als die Zahl der New York Times): https://www.foxnews.com/tech/young-people-making-digital-cameras-cool-again (09.02.2023)
- NPR, Beitrag über die Generation Z und digitale Kompaktkameras: https://www.npr.org/2024/12/09/nx-s1-5209770/gen-z-digital-compact-cameras-millennials-trendy (09.12.2024)
- Digital Camera World, Gebrauchtpreise der G7 X III in den USA: https://www.digitalcameraworld.com/cameras/compact-cameras/a-year-after-canon-increased-production-this-powershot-compact-camera-is-still-so-viral-that-used-models-are-nearly-twice-the-new-cost (21.08.2026)
- DPReview, Wiederaufnahme der Produktion der G7 X III nach Teilemangel: https://www.dpreview.com/news/1514834866/canon-powershot-g7x-iii-production-resuming-parts-shortage-back-orders/ (16.09.2025)
- Reuters (nachgedruckt von BusinessWorld), Nachfrage nach der Fujifilm-X100-Serie und Gewinnanteil der Imaging-Sparte: https://bworldonline.com/technology/2024/06/28/604906/fujifilm-once-struggled-to-sell-cameras-now-it-cant-keep-up-with-demand/ (28.06.2024)
- Imaging Resource, Einführungspreis der G7 X Mark III 2019 von 749,99 US-Dollar: https://www.imaging-resource.com/PRODS/canon-g7x-iii/canon-g7x-iiiA.HTM (abgerufen am 27.10.2026)
- TechRadar, aktueller US-Listenpreis der G7 X Mark III von 879,99 US-Dollar (in einem Bericht über die Edition zum 30-jährigen Jubiläum): https://www.techradar.com/cameras/compact-cameras/canons-viral-compact-camera-from-2019-just-got-an-unexpected-makeover-meet-the-g7x-mark-iii-limited-edition (abgerufen am 27.10.2026)
- Cameralabs, Sensordaten der Canon IXUS 130: https://www.cameralabs.com/canon_powershot_sd1400_is_ixus_130/ (abgerufen am 25.09.2026)
- DPReview, Datenblatt Fujifilm F200EXR (Sensor, Speicherkarte): https://www.dpreview.com/products/fujifilm/compacts/fujifilm_f200exr/specifications (abgerufen am 25.09.2026)
- DPReview, Datenblatt Sony DSC-T77: https://www.dpreview.com/products/sony/compacts/sony_dsct77/specifications (abgerufen am 25.09.2026)
- DPReview, Datenblatt Sony DSC-W150: https://www.dpreview.com/products/sony/compacts/sony_dscw150/specifications (abgerufen am 25.09.2026)
- EDN, Sony ergänzt 2006 acht Modelle auf seiner CCD-Defektliste: https://www.edn.com/ccd-sensor-defect-prompts-sony-camera-recall/ (27.11.2006)
- Computerworld, Sonys acht ergänzte Modelle und wie die Gruppe von 2005 andere Marken betraf: https://www.computerworld.com/article/1649155/sony-finds-ccd-problem-with-some-of-its-digital-cameras.html (24.11.2006)
- DPReview, Sonys erste Gruppe von CCD-Defektmodellen 2005 und ihr Herstellungszeitraum: https://www.dpreview.com/articles/1978984737/sony-ccds (07.10.2005)
- Sony Japan, Hinweis an Besitzer von Digitalkameras (erste Gruppe bekannt gegeben am 3. Oktober 2005): https://www.sony.jp/support/cyber-shot/information/info/top_ccd.html (abgerufen am 25.09.2026)
- Sony Japan, Hinweis auf das Ende der verlängerten CCD-Garantie (die Gruppe von 2005 lief in Japan bis 30. November 2009): https://www.sony.jp/support/cyber-shot/information/info/top_ccd_end.html (01.12.2009)
- Sony Asia, „Notice to Owners of Sony Digital Still Cameras“ (8 ergänzte Modelle, einschließlich der 2010 aktualisierten Enddaten): https://www.sony-asia.com/electronics/support/articles/00181532 (24.11.2006; die Originalseite blockiert den direkten Zugriff; Kopie im Internet Archive: https://web.archive.org/web/20240520060243/https://www.sony-asia.com/electronics/support/articles/00181532 )
- Sony Asia, Hinweis auf das Ende der verlängerten CCD-Garantie (T3 und T33 bis 31. Mai 2011, übrige bis 30. November 2010): https://www.sony-asia.com/electronics/support/articles/00181987 (Kopie im Internet Archive: https://web.archive.org/web/20191017161658/https://www.sony-asia.com/electronics/support/articles/00181987 )
- Canon Camera Museum, Daten der IXUS 130 (IXY 400F / SD1400 IS): https://global.canon/en/c-museum/product/dcc588.html (abgerufen am 27.10.2026)
- Canon Camera Museum, Daten der IXUS 95 IS (IXY 110 IS / SD1200 IS): https://global.canon/en/c-museum/product/dcc570.html (abgerufen am 27.10.2026)
- Canon Camera Museum, Daten der PowerShot A620: https://global.canon/en/c-museum/product/dcc517.html (abgerufen am 27.10.2026)
- Canon Camera Museum, Daten der PowerShot G9 und G10: https://global.canon/en/c-museum/product/dcc548.html , https://global.canon/en/c-museum/product/dcc565.html (abgerufen am 27.10.2026)
- Canon Camera Museum, Daten der IXUS 220 HS (CMOS): https://global.canon/en/c-museum/product/dcc599.html (abgerufen am 27.10.2026)
- Sony Japan, Daten der DSC-T77 und DSC-W830: https://www.sony.jp/cyber-shot/products/DSC-T77/spec.html , https://www.sony.jp/cyber-shot/products/DSC-W830/spec.html (abgerufen am 27.10.2026)
- Nikon Japan, Daten der Coolpix S3500: https://nij.nikon.com/products/lineup/compact/s3500/spec.html (abgerufen am 27.10.2026)
- DPReview, Ankündigung und Daten der Fujifilm F31fd: https://www.dpreview.com/articles/0915232969/fujif31fd (25.09.2006)
- Digital Camera Watch (Japan), Test der Olympus μ770 SW (Daten und Akku LI-42B): https://dc.watch.impress.co.jp/cda/review/2007/03/07/5743.html (07.03.2007)
- DCFever, Sensorgröße der Fujifilm F200EXR: https://www.dcfever.com/shop/product.php?pid=2109 (abgerufen am 27.10.2026)
- LINE Today, Digitalkameras der BLACKPINK-Mitglieder (Lisa: DSC-T77; Jennie: Coolpix S3500): https://today.line.me/tw/v2/article/oqnwLqp (19.05.2023)
- Wikipedia, „XD-Picture Card“, zu Einführung und Ende der xD-Karte: https://en.wikipedia.org/wiki/XD-Picture_Card (abgerufen am 25.09.2026)
- Wikipedia, „Cyber-shot“ und „Sony Cyber-shot DSC-TX5“, zum Beginn der Doppelkompatibilität mit Memory Stick und SD: https://en.wikipedia.org/wiki/Cyber-shot , https://en.wikipedia.org/wiki/Sony_Cyber-shot_DSC-TX5 (abgerufen am 25.09.2026)
- Kaufratgeber eines Gebrauchtkamerahändlers zu Y2K-Retrokameras, Übersicht häufiger Defekte: https://www.changeweb.com.tw/ (04.12.2025)
Bildquellen
Alle Fotos in diesem Artikel sind frei lizenzierte Dateien von Wikimedia Commons und unten gemäß ihrer jeweiligen Lizenz angegeben; das Titelbild ist ein 16:9-Ausschnitt (oben und unten beschnitten) des Fotos der Canon PowerShot SD1400 IS (IXUS 130). Zwei Screenshots offizieller Seiten, die im Text als Belege dienen, stehen nach den Fotos.
- CCD-Sensor aus einer 6-Megapixel-Digitalkamera (Kapitel 1): Ahmed2IQ, gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:CCD_sensor.JPG
- Kodak PixPro AZ401 (Kapitel 3): Greyfiveys, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Front_view_of_Kodak_Pixpro_AZ401_(cropped).jpg
- Canon PowerShot SD1400 IS / IXUS 130 (Titelbild und Kapitel 6): Joe Ravi, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Canon_PowerShot_SD1400_IS.jpg
- Sony Cyber-shot DSC-T33 (Kapitel 5): DavidIvar, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:SONY-Cyber-shot-dsc-t33.jpg
- Memory Stick PRO Duo und xD-Picture Card (Kapitel 5): Bela, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Memory-Cards.jpg
- Fujifilm FinePix F200EXR (Kapitel 5): 663highland, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Fujifilm_FinePix_F200EXR01n2550.jpg
- Screenshot: Produktseite der DSC-T77 bei Sony Japan (Kapitel 6), https://www.sony.jp/cyber-shot/products/archive/DSC-T77/ , aufgenommen am 25. September 2026, Beleg
- Screenshot: Hinweis von Sony Asia aus dem Jahr 2006 zur verlängerten kostenlosen CCD-Reparatur (Kapitel 5), https://www.sony-asia.com/electronics/support/articles/00181532 , aufgenommen aus der Kopie im Internet Archive https://web.archive.org/web/20240520060243/https://www.sony-asia.com/electronics/support/articles/00181532 am 25. September 2026, Beleg
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Häufig gestellte Fragen
Was ist eine CCD-Kamera?
Eine CCD-Kamera ist eine Digitalkamera mit CCD-Bildsensor. Nachdem sich CMOS-Sensoren um 2010 durchgesetzt hatten, blieb der CCD vor allem in den Kompaktkameras der 2000er-Jahre. Wer heute von einer „CCD-Kamera“ spricht, meint daher meist eine Digicam im Taschenformat aus dieser Zeit, die inzwischen auf dem Gebrauchtmarkt gelandet ist.
Sehen Fotos von CCD-Kameras wirklich analoger aus?
Die Bilder wirken tatsächlich anders als heutige Handyfotos, doch die aktuelle Beweislage stützt nicht die Annahme, dass das allein am Chip liegt. Blindtests, die das Technikmagazin PetaPixel zusammengetragen hat, zeigen: CMOS-Fotos lassen sich per HSL-Farbkorrektur auf den Farbeindruck von CCD-Kameras bringen. Plausibler ist ein ganzes Paket von Bedingungen jener Zeit: kleine Sensoren, direkter Blitz, die damalige Farbabstimmung der Hersteller und niedrig aufgelöste JPEGs direkt aus der Kamera. Die Belege für diese Schlussfolgerung stammen aus Technikmedien und Blindtests; wissenschaftliche Studien habe ich keine gefunden.
Ist die Kodak PixPro FZ55 eine CCD-Kamera?
Nein. Die Kodak PixPro FZ55 hat einen 1/2,3-Zoll-CMOS-Sensor und wird von JK Imaging in den USA unter einer Kodak-Markenlizenz hergestellt. Auch die Canon IXUS 285 HS A ist CMOS. Ob eine Kamera wirklich einen CCD hat, steht in der Zeile „Bildsensor“ im Datenblatt des Herstellers, nicht im Produkttitel.
Welche beliebten Modelle haben wirklich einen CCD?
Dieser Artikel nennt zehn Modelle, deren Sensor auf Datenblättern von Herstellern oder Testseiten bestätigt wurde: Canon IXUS 130, IXUS 95 IS, PowerShot A620 und PowerShot G10, Sony DSC-T77 und DSC-W830, Nikon Coolpix S3500, Fujifilm F200EXR und F31fd sowie Olympus µ 770 SW. Am wenigsten Ärger macht ein Modell, das SD-Karten nimmt und für das es noch Akkus zu kaufen gibt. Canon-Modelle mit „HS“ im Namen sind meist CMOS, etwa die IXUS 220 HS.
Was sollte man beim Kauf einer gebrauchten CCD-Kamera prüfen?
Mindestens sechs Dinge: ob das Modell auf den CCD-Defektlisten steht, die Sony 2005 und 2006 veröffentlicht hat; welcher Akku hineingehört und ob es Nachbau-Akkus gibt; ob die Kamera xD-Karten oder Memory Sticks braucht; ob das Objektiv beim Ein- und Ausschalten sauber aus- und einfährt; ob der Blitz nach mehreren Auslösungen hintereinander normal nachlädt; und ob Marke und Modell auf dem Gehäuse überhaupt existieren, damit man keine umgebaute Dashcam erwischt.
Quellen: Das chinesische Original erschien erstmals am 25. September 2026 (Taipeh) und wurde am 27. Oktober 2026 überarbeitet. Preise und Marktdaten wurden am 25. September 2026 abgefragt, Kameradaten und Korrekturen am 27. Oktober 2026 geprüft.
Dieser Artikel ist eine lokalisierte Fassung des Originals auf joelin.cc in traditionellem Chinesisch. Maßgeblich ist das chinesische Original. Chinesisches Original
