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title: 'LSF, SPF, PA und UVA-Kreis: Was bedeuten die Angaben auf Sonnencreme? EU, Schweiz, USA, Japan, Korea und Australien im Vergleich'
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pubDate: '2026-10-27'
date_modified: '2026-10-27'
description: LSF (SPF) misst den Schutz vor Sonnenbrand. In der EU zeigt der UVA-Kreis ausreichenden UVA-Schutz an. Regeln für EU, Schweiz, USA, Japan, Korea und Australien.
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ai_credit: 'KI-gestütztes Schreiben und Bearbeiten: Caddy (AI)'
faq:
  - q: Was ist der Unterschied zwischen LSF und SPF?
    a: Keiner. LSF steht für Lichtschutzfaktor und ist das deutsche Wort für den englischen Sun Protection Factor (SPF). Die EU-Empfehlung 2006/647/EG spricht im deutschen Text vom Lichtschutzfaktor, auf vielen Verpackungen steht trotzdem SPF. Beide Zahlen messen vor allem den Schutz vor UVB, also vor Sonnenbrand.
  - q: Was bedeutet das UVA-Zeichen im Kreis?
    a: Der Kreis mit den Buchstaben UVA zeigt in der EU, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel des angegebenen Lichtschutzfaktors erreicht. So sieht es die Empfehlung 2006/647/EG vor, zusammen mit einer kritischen Wellenlänge von mindestens 370 nm. Das Zeichen selbst hat der Branchenverband Cosmetics Europe (früher COLIPA) entwickelt.
  - q: Welche LSF-Zahlen dürfen in der EU auf der Packung stehen?
    a: 'Die EU-Empfehlung sieht acht Werte vor: 6 und 10 (niedriger Schutz), 15, 20 und 25 (mittlerer Schutz), 30 und 50 (hoher Schutz) sowie 50+ (sehr hoher Schutz). Für 50+ muss der gemessene Wert mindestens 60 betragen. Die Schutzklasse soll mindestens so auffällig wie die Zahl auf dem Etikett stehen.'
  - q: Darf eine Sonnencreme Sunblocker oder 100 % Schutz heißen?
    a: Nach der EU-Empfehlung nicht. Angaben, die einen 100-prozentigen Schutz vermuten lassen, etwa Sunblock, Sunblocker oder völliger Schutz, sollen nicht gemacht werden. Dasselbe gilt für Aussagen wie Schutz für den ganzen Tag, die nahelegen, dass man nicht nachcremen muss.
  - q: Gelten in der Schweiz dieselben Regeln?
    a: 'Bei den Inhaltsstoffen ja: Die Schweiz verweist für zulässige UV-Filter auf Anhang VI der EU-Kosmetikverordnung. Bei der Kennzeichnung schreibt das BLV, dass die Schweiz an der EU-Empfehlung von 2006 mitgearbeitet hat und diese rechtlich nicht bindend ist. Eine eigene Schweizer Vorschrift zu LSF-Stufen haben wir nicht gefunden.'
  - q: Warum gibt es in den USA LSF 70 oder 100, in Europa aber nicht?
    a: Die geltende US-Regel 21 CFR 201.327 setzt keine Obergrenze. Die FDA hat 2021 vorgeschlagen, höchstens SPF 60+ zu erlauben, das war im Oktober 2026 aber noch nicht beschlossen. In der EU, in Japan, Korea und Australien ist 50+ die höchste Angabe.
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  - /p/10000
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# LSF, SPF, PA und UVA-Kreis: Was bedeuten die Angaben auf Sonnencreme? EU, Schweiz, USA, Japan, Korea und Australien im Vergleich

Kurz vorweg: Der Lichtschutzfaktor (LSF, englisch SPF) auf der Sonnencreme sagt, wie gut sie vor Sonnenbrand schützt, also vor UVB-Strahlung. Für UVA, die vor allem bräunt, hat jede Region ihr eigenes Zeichen: In der EU ist es ein Kreis mit den Buchstaben UVA, in Japan und Korea das Kürzel PA mit Pluszeichen, in den USA und Australien der Schriftzug Broad Spectrum.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sehen Sie auf der Packung deshalb meist drei Dinge: eine LSF-Zahl aus einer festen Liste, ein Wort für die Schutzklasse (zum Beispiel hoch) und den UVA-Kreis. Man kann es sich wie dieselbe Prüfung vorstellen, für die jedes Land ein anderes Zeugnis ausstellt.

![Vergleich der Sonnenschutz-Kennzeichnung: EU höchstens LSF 50+, UVA-Kreis, keine Vorgabe für Wasserfestigkeit; Kanada höchstens 50+, Broad Spectrum, wasserfest 40 oder 80 Minuten; USA ohne LSF-Obergrenze, Broad Spectrum, wasserfest nur 40 oder 80 Minuten; Japan höchstens 50+, PA++++, Wasserfestigkeit ★ oder ★★; Korea höchstens 50+, PA++++, Wasserfestigkeit in zwei Stufen von etwa 1 oder 2 Stunden; Australien höchstens 50+, Broad Spectrum, Wasserfestigkeit bis 4 Stunden.](https://image.joelin.cc/cdn-cgi/imagedelivery/0xu8EsaSar9n3zUKY5d7xw/joelin/2026-10/sunscreen-spf-pa-uva-labels-by-country-compare-de/hero)

*Zusammengestellt von joelin.cc, Stand Oktober 2026, Quellen im Text.*

Die Grafik in einem Satz: Nur in den USA ist der LSF nach oben offen, deshalb gibt es nur dort SPF 70 oder 100; Europa zeigt UVA mit einem Kreis, Japan und Korea mit Pluszeichen, die USA und Australien mit einem Schriftzug. Dieser Artikel fasst nur die amtlichen Kennzeichnungsregeln zusammen, vergleicht keine Produkte und ist keine Haut- oder medizinische Beratung.

## Die Regeln in der EU, in Deutschland und Österreich

Für Kosmetik gilt in allen EU-Staaten dieselbe [Verordnung (EG) Nr. 1223/2009](https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2009/1223/oj/deu). Sie gilt unmittelbar, also auch in Deutschland und Österreich ohne eigenes nationales Sonnenschutzgesetz. Die Verordnung regelt vor allem, was drin sein darf: UV-Filter sind dort definiert als Stoffe, die die Haut durch Absorption, Reflexion oder Streuung vor UV-Strahlung schützen sollen (Artikel 2), und es dürfen nur die UV-Filter aus Anhang VI verwendet werden (Artikel 14).

Was auf dem Etikett steht, regelt die [Empfehlung 2006/647/EG der Kommission](https://eur-lex.europa.eu/eli/reco/2006/647/oj/deu). Streng genommen ist eine Empfehlung kein Gesetz, sie gilt aber seit 2006 als gemeinsamer Maßstab. Die wichtigsten Punkte:

- Ein Sonnenschutzmittel soll mindestens LSF 6 erreichen.
- Der UVA-Schutz soll mindestens ein Drittel des angegebenen Lichtschutzfaktors betragen.
- Die kritische Wellenlänge soll mindestens 370 nm betragen (ein Maß dafür, wie weit der Schutz in den UVA-Bereich reicht).
- Auf dem Etikett sollen nur acht LSF-Zahlen stehen, jeweils mit Schutzklasse.
- Aussagen wie „Sunblock“, „Sunblocker“, „völliger Schutz“ oder „Schutz für den ganzen Tag“ sollen nicht verwendet werden.

| Klasse | LSF-Angabe | Gemessen |
| --- | --- | --- |
| niedrig | 6, 10 | 6 bis 14,9 |
| mittel | 15, 20, 25 | 15 bis 29,9 |
| hoch | 30, 50 | 30 bis 59,9 |
| sehr hoch | 50+ | mindestens 60 |

Die Tabelle zeigt: Zwischen den acht Stufen gibt es keine Zwischenwerte. Ein Produkt mit gemessenem LSF 40 wird als LSF 30 gekennzeichnet, und 50+ ist nur erlaubt, wenn mindestens 60 gemessen wurden. Laut Empfehlung soll die Schutzklasse auf dem Etikett mindestens so auffällig stehen wie die Zahl.

Das Zeichen für den UVA-Schutz ist der Kreis mit den Buchstaben UVA. Das [Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)](https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/03_Verbraucherprodukte/02_Verbraucher/03_Kosmetik/06_Sonnenschutzmittel/bgs_kosmetik_sonnenschutzmittel_node.html) nennt es „UVA-Siegel“ und schreibt, dass der europäische Branchenverband COLIPA (heute Cosmetics Europe) es entwickelt hat. Die Europäische Kommission erklärt das Zeichen auf ihrer [Seite zu Sonnenschutzmitteln](https://single-market-economy.ec.europa.eu/sectors/cosmetics/cosmetic-products-specific-topics/sunscreen-products_en).

### Warum es in Deutschland LSF heißt

Deutsche Behörden schreiben fast immer Lichtschutzfaktor oder LSF. So steht es im deutschen Text der EU-Empfehlung, in den gemeinsamen [Fragen und Antworten von BfR und BfS](https://www.bfr.bund.de/fragen-und-antworten/thema/sonnencreme-und-co-gibt-es-gesundheitliche-risiken/) (Stand 10. Juli 2024) und beim BVL. Auf der Verpackung steht oft trotzdem das englische SPF. Gemeint ist dieselbe Zahl.

Das [Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)](https://www.lgl.bayern.de/produkte/kosmetika/kosmetische_mittel/et_sonnenschutz_anforderungen.htm) weist noch auf eine Folge der Mindestgrenze hin: Produkte mit den früher üblichen Lichtschutzfaktoren 2 und 4 gelten seitdem nicht mehr als Sonnenschutzmittel, sondern nur noch als Pflegeprodukte mit dem Zusatznutzen UV-Schutz.

Für wasserfeste Sonnencreme legt die EU-Empfehlung keine Formulierung und kein Prüfverfahren fest. Eine eigene amtliche Regel aus Deutschland oder Österreich dazu haben wir nicht gefunden.

## Die Regeln in der Schweiz

Die Schweiz ist nicht in der EU, übernimmt aber bei den Inhaltsstoffen die EU-Listen. Laut der [BLV-Seite zu geregelten Stoffen in kosmetischen Mitteln](https://www.blv.admin.ch/de/geregelte-stoffe-kosmetische-mittel) verweist Artikel 54 der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung (LGV) auf die EU-Verordnung 1223/2009. Als UV-Filter dürfen nur Stoffe aus deren Anhang VI verwendet werden. Abweichungen stehen in den Artikeln 6 und 7 der Verordnung über kosmetische Mittel (VKos); UV-Filter gehören laut BLV nicht dazu.

Zur Kennzeichnung gibt es nur eine ältere Quelle: ein [Merkblatt des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) von 2014](https://web.archive.org/web/2024/https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/gebrauchsgegenstaende/kosmetika-schmuck-textilien/empfehlungen-der-europ-kommission.pdf.download.pdf/Sonnenschutzmittel_-_Empfehlung_der_EU_Kommission.pdf). Es ist auf der BLV-Website nicht mehr verfügbar und nur noch als Archivfassung im Internet Archive abrufbar. Darin steht:

- Die Schweiz hat an der Ausarbeitung der EU-Empfehlung 2006/647/EG mitgearbeitet.
- Die Empfehlungen sind rechtlich nicht bindend.
- Die Kosmetikindustrie hat ein genormtes Logo für den UVA-Mindestschutz eingeführt.
- Die Wirksamkeit wird in dieselben vier Schutzklassen eingeteilt wie in der EU, von LSF 6 bis 50+.

Eine eigene Schweizer Vorschrift, die LSF-Stufen, den UVA-Kreis oder Angaben zur Wasserfestigkeit verbindlich festlegt, haben wir nicht gefunden.

## LSF und UVA: Was misst was?

Der Lichtschutzfaktor wird an Menschen gemessen: Auf dem Rücken von Testpersonen wird eine Fläche eingecremt, eine andere nicht. Dann wird mit steigender UV-Dosis bestrahlt und am nächsten Tag geschaut, ab welcher Dosis die Haut rot wird. Wie viel mehr Strahlung die eingecremte Fläche verträgt, ist der LSF. Die internationale Norm dafür ist [ISO 24444:2019](https://www.evs.ee/en/evs-en-iso-24444-2020). Eine gute Übersicht bietet das [Konsultationspapier der australischen Arzneimittelbehörde TGA](https://consultations.tga.gov.au/tga/improvements-to-regulation-of-sunscreens-in-aus/user_uploads/final---consultation---seeking-feedback-on-improvements-to-the-regulation-of-sunscreens-in-australia---v1-march-2026-2.pdf) vom März 2026.

Weil die Rötung zählt, zeigt der LSF vor allem den UVB-Schutz. Die Methode hat Schwächen: Verschiedene Labore messen bei derselben Creme unterschiedliche Werte, und je höher der LSF, desto größer die Streuung. Deshalb hat die ISO im Dezember 2024 zwei neue Verfahren veröffentlicht, ISO 23675 ohne Testpersonen und ISO 23698 als Mischung aus Messung an Menschen und Gerät. Wann welche Länder sie übernehmen, ist noch offen.

Für UVA gibt es ebenfalls zwei Normen: [ISO 24442:2022](https://www.evs.ee/en/evs-en-iso-24442-2022) misst an Menschen, ob die Haut nachdunkelt, [ISO 24443:2021](https://www.boutique.afnor.org/en-gb/standard/iso-244432021/cosmetics-determination-of-sunscreen-uva-photoprotection-in-vitro/xs136992/302237) misst im Labor, wie breit das abgedeckte UV-Spektrum ist (daraus ergibt sich die kritische Wellenlänge). Die Länder unterscheiden sich darin, welche Methode sie verlangen und wo sie die Grenze ziehen.

## UVA-Kennzeichnung im Ländervergleich

| Region | Packung | Festgelegt von |
| --- | --- | --- |
| EU | Kreis mit UVA | Empfehlung 2006/647/EG |
| Schweiz | Kreis mit UVA (EU-Empfehlung, nicht bindend) | BLV-Merkblatt von 2014 (Archivfassung) |
| Kanada | Broad Spectrum | Monografie von Health Canada |
| USA | Broad Spectrum | Bundesrecht 21 CFR 201.327 |
| Japan | PA+ bis PA++++ | Japanischer Kosmetik&shy;industrie&shy;verband (Branchen&shy;standard) |
| Korea | PA+ bis PA++++ | Arzneimittel&shy;behörde MFDS |
| Australien | Broad Spectrum | Norm AS/NZS 2604:2021 |

Kurz gesagt: Europa setzt eine Mindestgrenze und vergibt bei Erfolg ein Zeichen; Japan und Korea stufen in vier Plus-Stufen ab; die USA, Kanada und Australien drucken den Schriftzug Broad Spectrum, wenn auch der UVA-Test bestanden ist. Taiwan, wo die chinesische Originalfassung dieses Artikels entstanden ist, übernimmt meist das PA-System; dort darf PA nur mit Ergebnissen aus einem Test an Menschen angegeben werden.

### Japan und Korea: mehr Pluszeichen, mehr UVA-Schutz

Die Pluszeichen übersetzen den UVA-Schutzfaktor in Stufen. Korea hat das System am [8. September 2016](https://www.mfds.go.kr/brd/m_100/view.do?seq=33335) auf vier Stufen erweitert, gültig ab Dezember 2016. In Japan gibt es die vierte Stufe PA++++ seit Januar 2013 (siehe den [Übersichtsartikel](https://www.jstage.jst.go.jp/article/sccj/47/4/47_271/_article/-char/ja/) in der Fachzeitschrift der japanischen Gesellschaft für Kosmetikwissenschaft). Die Stufen sind in beiden Ländern gleich:

- PA+: UVA-Schutzfaktor 2 bis unter 4.
- PA++: UVA-Schutzfaktor 4 bis unter 8.
- PA+++: UVA-Schutzfaktor 8 bis unter 16.
- PA++++: UVA-Schutzfaktor 16 oder mehr.

In Japan ist PA keine staatliche Vorschrift, sondern ein Standard des Branchenverbands, an den sich praktisch alle halten. Das Prüflabor GBA Polska weist in seiner [Länderübersicht](https://gba-polska.pl/en/?p=10242) darauf hin, dass Japan für PA nur den Test an Menschen (ISO 24442) akzeptiert.

### USA und Australien: Broad Spectrum muss man sich verdienen

In den USA ist Broad Spectrum kein Werbewort. Nach [21 CFR 201.327](https://www.law.cornell.edu/cfr/text/21/201.327) darf es nur auf Produkten stehen, deren kritische Wellenlänge mindestens 370 nm beträgt. Produkte ohne diesen Nachweis oder mit SPF unter 15 brauchen einen Warnhinweis, dass sie nur vor Sonnenbrand schützen.

In Australien richtet sich broad spectrum nach der Norm AS/NZS 2604:2021, die für die Messung ISO 24443:2021 heranzieht.

## Höchster LSF und Wasserfestigkeit im Vergleich

| Region | Höchster LSF | Wasserfest |
| --- | --- | --- |
| EU | 50+ (gemessen mindestens 60) | Empfehlung legt kein Format fest |
| Schweiz | 50+ laut EU-Empfehlung (nicht bindend) | keine eigene Vorgabe gefunden |
| Kanada | 50+ (für Werte über 50) | 40 oder 80 Minuten |
| USA | derzeit keine Obergrenze | nur 40 oder 80 Minuten |
| Japan | 50+ | UV耐水性 ★ oder ★★ |
| Korea | 50+ (ab LSF 50) | 내수성 oder 지속내수성 |
| Australien | 50+ (gemessen mindestens 60) | bis zu 4 Stunden |

Außer den USA begrenzen alle Regionen in diesem Vergleich die Angabe auf 50+. Bei der Wasserfestigkeit gehen die Wege weit auseinander: Sterne in Japan, zwei Stufen in Korea, Minuten in den USA und Kanada, Stunden in Australien, und in der EU gibt es kein vorgeschriebenes Format.

### Japan: Sterne für Wasserfestigkeit

Seit Dezember 2022 gibt es in Japan die Angabe „UV耐水性“ (UV-Wasserfestigkeit). Geprüft wird nach ISO 18861 in fließendem, 30 °C warmem Wasser: Hält der LSF nach 40 Minuten, gibt es ★, nach 80 Minuten ★★. Bis zum 30. November 2024 galt eine Übergangsfrist. Quelle ist ein [Bericht von WWD JAPAN](https://www.wwdjapan.com/articles/1554563), da die Website des Branchenverbands während unserer Prüfung gewartet wurde.

### Korea: ab LSF 50 steht 50+, Wasserfestigkeit in zwei Stufen

Nach der Bekanntmachung der MFDS über die [Prüfung funktioneller Kosmetika](https://www.law.go.kr/%ED%96%89%EC%A0%95%EA%B7%9C%EC%B9%99/%EA%B8%B0%EB%8A%A5%EC%84%B1%ED%99%94%EC%9E%A5%ED%92%88%EC%8B%AC%EC%82%AC%EC%97%90%EA%B4%80%ED%95%9C%EA%B7%9C%EC%A0%95) (Artikel 13) wird ab LSF 50 (einschließlich 50) „SPF50+“ angegeben; darunter steht der tatsächliche Wert. Für die Wasserfestigkeit gibt es laut einer [Erläuterung der MFDS vom Mai 2024](https://www.korea.kr/news/healthView.do?newsId=148929116) zwei Stufen:

- 내수성 (wasserfest): Nach wiederholtem Baden und Trocknen von insgesamt etwa 1 Stunde bleibt mindestens 50 % des LSF erhalten.
- 지속내수성 (dauerhaft wasserfest): Derselbe Test über etwa 2 Stunden, ebenfalls mindestens 50 % des LSF.

### USA: keine Obergrenze, wasserfest nur 40 oder 80 Minuten

Die geltende US-Regel kennt keine LSF-Obergrenze, deshalb gibt es dort SPF 70 oder 100. Zur Wasserfestigkeit sind nur „Water Resistant (40 minutes)“ und „Water Resistant (80 minutes)“ erlaubt. Begriffe wie waterproof, sweatproof oder sunblock gelten als irreführend; die FDA schreibt auf ihrer [Verbraucherseite](https://www.fda.gov/drugs/understanding-over-counter-medicines/sunscreen-how-help-protect-your-skin-sun) ausdrücklich, dass es keine „waterproof“-Sonnencreme gibt.

2021 hat die FDA vorgeschlagen, die höchste Angabe auf SPF 60+ zu begrenzen. Laut ihrer [Fragen-und-Antworten-Seite](https://www.fda.gov/drugs/understanding-over-counter-medicines/questions-and-answers-fdas-regulatory-actions-over-counter-sunscreen) (zuletzt aktualisiert am 10. September 2026) ist darüber noch nicht entschieden (Stand Oktober 2026).

### Kanada: 50+ ab LSF über 50, wasserfest 40 oder 80 Minuten

In Kanada gelten Sonnenschutzmittel je nach Wirkstoff als rezeptfreies Arzneimittel oder als Naturgesundheitsprodukt. Die [Monografie für Sonnenschutzmittel von Health Canada](https://webprod.hc-sc.gc.ca/nhpid-bdipsn/dbImages/mono_primary-sunscreen-monograph_english.pdf) (Fassung vom 27. Februar 2026) legt fest:

- Broad Spectrum darf nur auf Produkten mit einer kritischen Wellenlänge von mindestens 370 nm stehen.
- LSF-Werte über 50 werden als SPF 50+ angegeben.
- Zur Wasserfestigkeit sind nur „Water/Sweat Resistant“ mit 40 oder 80 Minuten vorgesehen.

### Australien: 50+ erst ab gemessen 60, wasserfest bis 4 Stunden

Nach AS/NZS 2604:2021 (zusammengefasst im TGA-Konsultationspapier) gibt es vier Stufen: LSF 4 bis 14 niedrig, 15 bis 29 mittel, 30 bis 59 hoch, und 50+ (sehr hoch) erst ab einem gemessenen Wert von 60. Die Wasserfestigkeit darf mit einer Dauer angegeben werden, höchstens 4 Stunden, geprüft nach ISO 16217:2020. Die Norm gilt seit dem 1. Juli 2024 für neue Produkte; bereits registrierte Produkte haben eine Übergangsfrist bis 30. Juni 2029.

## Der UV-Index ist kein Lichtschutzfaktor

Der UV-Index im Wetterbericht sagt, wie stark die UV-Strahlung heute draußen ist. LSF und UVA-Zeichen beschreiben, wie ein Produkt im Labor abgeschnitten hat. Das eine misst die Umgebung, das andere ein Produkt; umrechnen lässt sich das nicht. Den UV-Index haben die Weltgesundheitsorganisation und drei weitere internationale Organisationen gemeinsam entwickelt. Die [WHO](https://www.who.int/news-room/questions-and-answers/item/radiation-the-ultraviolet-(uv)-index) teilt ihn in drei Bereiche ein: 0 bis 2, 3 bis 7 und 8 und mehr; ab 3 werden Schutzmaßnahmen empfohlen.

Schlüsselwörter: Lichtschutzfaktor, LSF, SPF Bedeutung, LSF 50+, UVA-Kreis, UVA-Siegel, UVA-Schutz, PA++++, Broad Spectrum, Schutzklasse sehr hoch, Sunblocker, wasserfeste Sonnencreme, 2006/647/EG, Kosmetikverordnung 1223/2009, Sonnenschutzmittel Schweiz, UV-Index

## Häufig gestellte Fragen

### Was ist der Unterschied zwischen LSF und SPF?

Keiner. LSF steht für Lichtschutzfaktor und ist das deutsche Wort für den englischen Sun Protection Factor (SPF). Die EU-Empfehlung 2006/647/EG spricht im deutschen Text vom Lichtschutzfaktor, auf vielen Verpackungen steht trotzdem SPF. Beide Zahlen messen vor allem den Schutz vor UVB, also vor Sonnenbrand.

### Was bedeutet das UVA-Zeichen im Kreis?

Der Kreis mit den Buchstaben UVA zeigt in der EU, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel des angegebenen Lichtschutzfaktors erreicht. So sieht es die Empfehlung 2006/647/EG vor, zusammen mit einer kritischen Wellenlänge von mindestens 370 nm. Das Zeichen selbst hat der Branchenverband Cosmetics Europe (früher COLIPA) entwickelt.

### Welche LSF-Zahlen dürfen in der EU auf der Packung stehen?

Die EU-Empfehlung sieht acht Werte vor: 6 und 10 (niedriger Schutz), 15, 20 und 25 (mittlerer Schutz), 30 und 50 (hoher Schutz) sowie 50+ (sehr hoher Schutz). Für 50+ muss der gemessene Wert mindestens 60 betragen. Die Schutzklasse soll mindestens so auffällig wie die Zahl auf dem Etikett stehen.

### Darf eine Sonnencreme Sunblocker oder 100 % Schutz heißen?

Nach der EU-Empfehlung nicht. Angaben, die einen 100-prozentigen Schutz vermuten lassen, etwa Sunblock, Sunblocker oder völliger Schutz, sollen nicht gemacht werden. Dasselbe gilt für Aussagen wie Schutz für den ganzen Tag, die nahelegen, dass man nicht nachcremen muss.

### Gelten in der Schweiz dieselben Regeln?

Bei den Inhaltsstoffen ja: Die Schweiz verweist für zulässige UV-Filter auf Anhang VI der EU-Kosmetikverordnung. Bei der Kennzeichnung schreibt das BLV, dass die Schweiz an der EU-Empfehlung von 2006 mitgearbeitet hat und diese rechtlich nicht bindend ist. Eine eigene Schweizer Vorschrift zu LSF-Stufen haben wir nicht gefunden.

### Warum gibt es in den USA LSF 70 oder 100, in Europa aber nicht?

Die geltende US-Regel 21 CFR 201.327 setzt keine Obergrenze. Die FDA hat 2021 vorgeschlagen, höchstens SPF 60+ zu erlauben, das war im Oktober 2026 aber noch nicht beschlossen. In der EU, in Japan, Korea und Australien ist 50+ die höchste Angabe.

Quellen: Geprüft am 27. Oktober 2026. Grundlage für EU, Deutschland und Österreich: Empfehlung 2006/647/EG der Europäischen Kommission und Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 im deutschen Wortlaut, dazu die Verbraucherinformationen von BfR/BfS, BVL und LGL Bayern. Schweiz: Seite des BLV zu geregelten Stoffen in kosmetischen Mitteln und ein BLV-Merkblatt von 2014 zur EU-Empfehlung (heute nur noch über das Internet Archive abrufbar). Andere Länder: 21 CFR 201.327 und FDA-Seiten (USA), Monografie von Health Canada (Kanada), Bekanntmachungen und Erläuterungen der koreanischen Arzneimittelbehörde MFDS, Fachliteratur und Fachpresse zum japanischen Branchenstandard sowie ein Konsultationspapier der australischen TGA vom März 2026. Veränderlich: Der US-Vorschlag für eine Obergrenze SPF 60+ war im Oktober 2026 noch nicht beschlossen; neue ISO-Methoden (ISO 23675, ISO 23698) sind noch nicht überall eingeführt.

KI-gestütztes Schreiben und Bearbeiten: Caddy (AI)

Quellen: [10000](/p/10000)
